Dokumentationen

Richard C. Schneider

… wurde einem breitem Publikum bekannt als Studioleiter und Chefkorrespondent des ARD Studios in Tel Aviv, wo er für Israel, die palästinensischen Gebiete und Zypern verantwortlich war. Seit 2017 arbeitet der passionierte Journalist als „Editor-at-Large“ für die ARD. In dieser Position macht er nur noch das „lange Format“, Dokumentationen und Reportagen weltweit.

In der nachfolgenden Übersicht können Sie eine erste Auswahl der wichtigsten Dokumentationen der vergangenen Jahre online sehen. Die Kollektion wird laufend erweitert.

2018

  • BR Fernsehen
  • Sendetermin: 07.03.2018, 22:00 Uhr
  • FSK: 0
  • 44 Min.
  • UT

DER KAMPF UM DIE MEDIEN

Der Kampf um die Medien — Die Schweizer Abstimmung und die Folgen

Auch wenn sich die Schweizer bei der Volksabstimmung am 4. März 2018 mit 71,6 Prozent für den öffentlich-rechtlichen Rundfunk ausgesprochen haben, soll der Angriff auf das öffentlich-rechtliche Fernsehen weitergehen. Die „No-Billag“-Initiative, die die Billag-Gebühren abschaffen will, ist aber nicht nur ein Angriff auf die SRG, sie ist auch ein Angriff auf den Staats als Solidargemeinschaft. Es geht um nichts weniger als um einen Umbau der Demokratie, oder besser um eine andere Staatsform – entsprechend dem Zeitgeist Bewährtes zu zerstören, um angeblich Besseres zu schaffen. Wo das hinführt, kann man bereits in Ungarn sehen, wo ein zentrales Organ das öffentliche Fernsehen völlig kontrolliert. Auch in Österreich gibt es von Seiten der FPÖ Bemühungen, die „Zwangsgebühren“ für den ORF abschaffen zu wollen. Und in der Bundesrepublik gibt es Stimmen, die ARD und ZDF als „Lügenpresse“ und „Staatsfunk“ bezeichnen und so versuchen, die Legitimation des öffentlich-rechtlichen Systems zu zerstören.

2014

  • Preisträger 2014
  • DasErste
  • TV Erstausstrahlung: 31.03.2014
  • 90 Min

Zwischen Hoffnung und Verzweiflung

Zwischen Hoffnung und Verzweiflung – Der Neue Nahe Osten
Ein Film von Jörg Armbruster und Richard C. Schneider

Was verbinden Sie mit dem „Nahen Osten“? Märchen aus 1001 Nacht? Uralte Traditionen und Mythen? Oder Kriege und Konflikte? Vielleicht ja beides! Dann sind Sie nicht allein. Und wer blickt da überhaupt durch? Bei all den Strippenziehern und Einzelinteressen in dieser Region? Nur eins steht fest: Gleichgültig kann uns diese faszinierende Region voller Widersprüche nicht sein. Denn wir sind mit ihr verbunden – geschichtlich, wirtschaftlich, kulturell und politisch.

Was muss man wissen, um den Nahen Osten zu verstehen? Richard C. Schneider und Jörg Armbruster haben sich auf Spurensuche begeben. In ihrer Dokumentation „Zwischen Hoffnung und Verzweiflung – der neue Nahe Osten“ berichten sie über die enormen Veränderungen und erklären, wie die Menschen in den Ländern der Region denken, fühlen und handeln.

  • DasErste
  • TV Erstausstrahlung: 12.07.2014
  • 30 Min

Die Schönheit Palästinas

Weltreisen — Die Schönheit Palästinas

Eine Reise vom Norden Palästinas, wo die grünen Täler von Jenin liegen, bis in den Süden des Landes, wo das Leben der Menschen von den kargen Bergen von Hebron bestimmt wird. In der Umgebung von Jenin wird hauptsächlich auf dem Land gearbeitet. Die Erde ist fruchtbar und zählt zu der einzigen grünen Lunge Palästinas. Tabak-Anbau ist hier nicht nur eine Tradition, sondern mittlerweile vielmehr zu einem blühenden Geschäft geworden. Die Dörfer sind nicht selten fast am Rande der Zivilisation, weit weg von dem Geschehen in den großen Städten man bekommt das Gefühl, die Zeit sei stehen geblieben.

2013

  • ARD | WDR
  • TV Erstausstrahlung: 25.06.2013
  • 30 Min

Mit der Tram durch Jerusalem

Mit der Tram durch Jerusalem – Eine Fahrt von West nach Ost

Sie ist die erste und einzige Straßenbahn in der Heiligen Stadt. Sie rollt erst seit 2011 und verbindet West- und Ostjerusalem. Die Bahn startet am Herzlberg, führt durch das Zentrum von Westjerusalem, weiter ins ultraorthodoxe Viertel Mea Sharim, von dort in den palästinensischen Stadtteil Beth. Endstation ist Pisgat Zeew, eine jüdische »Siedlung« im Osten Jerusalems. Richard C. Schneider und sein Team steigen ein und fahren mit. Vieles überlassen sie dem Zufall, wem sie begegnen und was sie erleben werden.

2012

  • BR Fernsehen
  • TV Erstausstrahlung: 06.04.2012
  • 45 Min

Der Ölberg und seine Mythen

Der Ölberg und seine Mythen – Der Berg des Messias

Im Judentum wird vom Ölberg aus der Messias kommen, im Christentum kam er bereits von dort und in der islamischen Tradition ist der Ölberg der Platz, wohin die Kaaba, der schwarze Stein aus Mekka, zurückkehren wird, um sich mit dem Stein im Felsendom, von wo aus die Welt geschaffen wurde, vereinigen wird. Richard C. Schneider möchte das mystische Geheimnis des Ölbergs erzählen und zugleich zeigen, wie das Leben auf und um den Ölberg heute aussieht. Wie also Glaube und Wirklichkeit, Tradition und Realität miteinander verbunden sind und die Faszination dieses heiligen Ortes bis heute bestimmen.

2010

  • BR Fernsehen
  • TV Erstausstrahlung: 16.05.2010
  • 30 Min.

Zwischen Vision und Wirklichkeit

Israel zwischen Vision und Wirklichkeit — Zum 150. Geburtstag Theodor Herzls

Herzl, der österreichische Schriftsteller, Publizist und Journalist, wurde in Paris Zeuge des Dreyfus-Prozesses, bei dem ein jüdischer Offizier der französischen Armee allein aus antisemitischen Gründen verurteilt und degradiert wurde. Er veröffentlichte 1896 seine Schrift »Der Judenstaat«, in der er seine Vision eines jüdischen Staates vorstellte, die als Antwort auf den europäischen Antisemitismus gedacht war. In diesem Buch und später noch in dem Roman »Altneuland«, entwickelt Herzl die Idee eines demokratischen, pluralistischen Israels, das in Frieden mit seinen Nachbarn lebt, und in dem Rabbiner und Generäle nichts zu sagen haben. Die Wirkung seiner Schriften, vor allem aber die von ihm gegründete Bewegung (»politischer Zionismus«, »Kongress-Zionismus«), trugen auch zur Gründung des modernen Staates Israel im Jahr 1948 bei. Was ist 150 Jahre danach aus dieser Vision geworden?

2009

  • BR Fernsehen
  • TV Erstausstrahlung: 15.12.2009
  • 45 Min.

Die hebräische Stadt

Die hebräische Stadt – 100 Jahre Tel Aviv

Tel Aviv als Schnittpunkt zwischen Okzident und Orient, als Sammelbecken für Menschen aus mehr als 120 Ländern, als Stadt ohne Geschichte, die sich ständig neu erfindet, sei es in der Architektur, in der Literatur, in der Musik, im Theater, also in der Kunst, als auch im Sozialen und vor allem: in der Politik. »Die hebräische Stadt« erzählt die Geschichte der Stadt und ihrer Menschen, erzählt von den Jahren des Aufbruchs, der kulturellen Umbrüche, den politischen Verwerfungen – und von den jungen Kreativen, die diese Stadt zu einem einzigartigen Sammelpunkt neuer Ideen machen. Weit über 60 Prozent der Bewohner von Tel Aviv sind unter 40! Eine junge Stadt. Eine Stadt mit Zukunft, die jedoch ständig bedroht wird.

2008

Al Nakba – Die Katastrophe

Al Nakba – Die Katastrophe
Flucht und Vertreibung der Palästinenser

Israel nennt den Krieg von 1948 seinen „Unabhängigkeitskrieg“. Und genau das ist er für den jüdischen Staat auch gewesen. Am Ende des Krieges stand Israel als freier und unabhängiger Staat da. Siegreich über mehrere arabische Armeen, die nach der Unabhängigkeitserklärung versuchten, die damals noch kleine jüdische Gemeinschaft zu vernichten. Die Kehrseite des israelischen Sieges heißt Al-Nakba, auf Arabisch soviel wie: völlige Katastrophe. Gemeint ist die Vertreibung und Flucht der Palästinenser aus dem Teil Palästinas, der damals Israel geworden ist.

2007

  • WDR
  • TV Erstausstrahlung: 25.10.2007
  • 30 Min.

Unbesiegbar aber geschlagen

Unbesiegbar aber geschlagen – Die israelische Armee zwischen Mythos und Krise

Ihr Mythos ist legendär, sie gilt als unbesiegbar: die israelische Armee. Viele Experten halten sie für die stärkste Streitmacht der Welt. Doch 2006 versagte sie gegen die schiitische Hizbollah-Miliz. Der Unmut in der Bevölkerung wuchs, erstmals gab es Zweifel an der wichtigsten Klammer der Gesellschaft. Richard C. Schneider begleitet drei Soldaten, die ganz unterschiedliche Erfahrungen mit der Armee gemacht haben.