AntisemitismusAntisemitismusbeauftragterFelix Klein

Antisemitismusbeauftragter – die Zweite

Mein Freund Uri hat mich gestern auf etwas wahnsinnig Komisches aufmerksam gemacht (Sie kennen Uri Schneider auch hier aus meinem Blog). Der Antisemitismusbeauftragte Felix Klein hat nämlich vor einiger Zeit verkündet, man wolle eine Sonderbriefmarke im Jahr 2021 herausbringen, die an die erste urkundliche Erwähnung jüdischen Lebens in Deutschland vor 1700 Jahren erinnern soll. Im Jahr 2021 soll aus diesem Anlaß auch ein bundesweites Gedenkjahr abgehalten werden und eine Konferenz der Antisemitismusbeauftragten befasst sich bereit mit den Planungen.

Anachronistisch und komisch

Ich mußte schallend lachen als mir Uri dies am Telefon erzählte. Ich war gerade im Auto unterwegs und bekam mich gar nicht mehr ein. Eine Briefmarke! Ausgerechnet eine B r i e f m a r k e!! Das ist „so anachronistisch wie eine Telefonzelle“ ergänzte Uri und wir beide mußten immerzu weiterlachen. Ist das nicht herrlich? Im digitalen Zeitalter soll ausgerechnet eine Briefmarke an jüdisches Leben in Deutschland erinnern. Das ist nur noch voller absurder Komik!

Olle Kamelle

Hinzu kommt: Was haben Antisemitismusbeauftragte damit zu tun? Werden jetzt Antisemiten mit dieser Briefmarke bekämpft? Oder gar „belehrt“? Ja, ja, ich weiß schon: man will die „bedeutende Rolle der Juden innerhalb der deutschen Kultur“ groß würdigen, man will 2021 zeigen, daß Juden zu Deutschland gehören… manno… das kennen wir doch alles schon. Das soll ein Konzept sein, um Antisemitismus zu bekämpfen? Damit kann man vielleicht ein paar Bildungsbürgern ihre Wissenslücken schließen helfen, was ja auch schön ist. Aber Antisemiten überzeugen zu wollen, daß Juden „dazugehören“? Das ist so ’ne olle Kamelle, die so noch nie funktioniert hat… das kann doch einfach nicht wahr sein?!?

Was hat ein Antisemitismusbeauftragter damit zu tun?

Verstehen Sie mich nicht falsch: Ich habe gar nichts gegen so ein Jahr, in dem es viele Veranstaltungen in der Bundesrepublik gibt, die zeigen, welchen Anteil Juden an der politischen, wirtschaftlichen, wissenschaftlichen und kulturellen Entwicklung Deutschlands hatten. Das ist beste Bildungsarbeit. Prima. Aber wer wirklich ernsthaft glauben sollte, mit solchen Dingen den Antisemitismus von heute bekämpfen zu können… der ist nicht nur naiv, sondern offenbart geradezu seine Hilflosigkeit.

Es hilft alles nichts – auch während ich diese Zeilen schreiben, muß ich schon wieder lachen. Eine Briefmarke…. eine Briefmarke……!! Happy Weekend an alle!

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